Sozialversicherungsbeiträge stunden

Diese Voraussetzungen gelten ab Juni 2020

Um Unternehmen während der Corona-Krise zu unterstützen, richteten die gesetzlichen Krankenkassen ein vereinfachtes Stundungsverfahren ein. So konnten Firmen, die durch die Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, vorübergehend ihre Sozialversicherungsbeiträge stunden lassen. Seit Juni kehren die Krankenkassen zum Regelverfahren zurück. Die Sozialversicherungsbeiträge können jedoch weiterhin zu erleichterten Bedingungen gestundet werden.

Beitragsstundung während der Corona-Krise

In seinem Rundschreiben vom 24. März 2020 verkündete der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, dass von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen ihre Sozialversicherungsbeiträge für die Monate März und April stunden können. Im Laufe der Krise wurde die Maßnahme verlängert, sodass ein vereinfachter Stundungsantrag auch für den Beitragsmonat Mai möglich war. Da viele Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen weiterhin auf Hilfe angewiesen sind, sollen einige Erleichterungen unter bestimmten Bedingungen bis zum 30. September bestehen bleiben.

Voraussetzungen gelten generell als erfüllt

Die Möglichkeit zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist in § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV geregelt. Demnach kann ein Unternehmen seine Beiträge nur dann aufschieben, wenn es in Folge der Corona-Pandemie in finanzielle Engpässe geraten ist und die sofortige Einziehung der Beiträge für die Firma mit besonderer Härte verbunden wäre. Angesichts der aktuellen Situation werden betroffenen Unternehmen beide Voraussetzungen unterstellt. Wenn Sie Ihren Antrag also bis zum 30. September einreichen, geht Ihre Krankenkasse grundsätzlich davon aus, dass Sie die oben genannten Voraussetzungen erfüllen.

Weitere Erleichterungen ab Juni

Die Krankenkassen können zudem bis zum 30. September von den im Regelverfahren erforderlichen Sicherheitsleistungen absehen. Dies ist unter anderem davon abhängig, ob Sie Ihre Beiträge vor Ausbruch der Corona-Pandemie vollständig und pünktlich bezahlt haben. Außerdem sollen weiterhin die Stundungszinsen entfallen – vorausgesetzt, der Antragsteller stimmt einer Ratenzahlung der bereits gestundeten Beiträge zu.

Bisher schrieb die Bundesregierung auch vor, dass vor Inanspruchnahme der Stundung grundsätzlich alle Hilfsmaßnahmen und -vorkehrungen ausgeschöpft sein müssen. Seit Juni ist die Erfüllung dieser Regel nicht mehr zwingend erforderlich.

Wichtig: Ob Ihnen eine Beitragsstundung zusteht, entscheidet die zuständige Krankenkasse nach pflichtgemäßem Ermessen. Für weitere Informationen zu den Erleichterungen oder zum Antragsverfahren wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihre Krankenkasse, Ihren Versicherer oder die zuständige Behörde nicht ersetzen.


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